Samstag, 24. August 2013

TransGENDER

Ich übernehme hier einfach mal den Text, den ich getwittert habe:

#TransGENDER (#TG) als Begriff wurde von V. Prince (A. Lowman) erdacht, um sich als heterosexueller Transvestit von transsexuellen Menschen #TS ABZUGRENZEN, ebenso wie von homosexuellen.

#TG als Begriff sollte Menschen beschreiben, die die soziale GeschlechtsROLLE VOLLSTÄNDIG (dauerhaft) wechseln und WEDER transsexuell NOCH homosexuell sind (wobei man transsexuell NICHT sein kann, denn es handelt sich um einen temporären Vorgang) .

Dabei war Prince offensichtlich schon damals bewusst, dass auch #TG körperliche geschlechtliche Veränderungen wünschen können, OBWOHL sie NICHT #transsexuell sind, also KEINE gesamtkörperliche Diskrepanz fühlen, also KEIN Verlangen nach ihrem EIGENEN Körper fühlen, denn den EIGENEN und richtigen Körper haben sie ja schon von Geburt an.


Sonntag, 30. Dezember 2012

Emanzipationspotenzial der Männer

   
Folgendes Zitat einer Freundin zeigt ganz gut auf, welches 

Emanzipationspotenzial 

es noch bei den Männern in unserer Gesellschaft gibt:
Früher (etwa 1950) hätte man Frauen, die eine Krawatte und eine Hose trugen, als Transvestitinnen bezeichnet und nicht ernst genommen. 

Heute ist es ganz normal, dass eine Frau im Polizeidienst genau diese Kleidung trägt und sehr wohl ernst genommen wird.

Jetzt stelle man sich einen Weibsmann-Polizisten im Rock und mit Lidschatten vor. Und dann stelle man sich vor, dass diese
Weibsmann-Polizisten genau so ernst genommen und als völlig gewöhnlich wahrgenommen werden würden wie Frauen, die heute Krawatten und Hosen Tragen. 

Man ging also damals davon aus, dass Frauen Weibchen zu sein haben. 
Allerdings erkämpften Frauen sich, dass sie sein können was sie wollen - im kompletten Verhaltensspektrum vom Weibchen bis zum Mannsweib, sie können sich zu jedem Zeitpunkt ihres Seins aus dem kompletten Verhaltensspektrum bedienen, sie müssen auch nicht immer gleich sein. Es ist einfach normal, dass es so ist... 

Wo liegt denn das Verhaltensspektrum für Männer... - nicht das theoretische, sondern das, was in unserer Gesellschaft möglich ist, ohne negative Konsequenzen aus dem sozialen Umfeld erfahren und aushalten zu müssen...?

Das Verhaltensspektrum für Männer geht vom Kerl bis zum...

Hm... - vom Kerl bis zum "weniger Kerl"? Also irgendwo immer noch Kerl? 

Die ganze Bandbreite bis zum Weibsmann fehlt hier doch offensichtlich...  

Natürlich decken Männer in ihrem Sein die ganze Bandbreite vom Kerl bis zum Weibsmann ab. Nur zeigen können/dürfen sie das in unserer Gesellschaft nicht, weil es nicht akzeptiert ist und durchaus negative Konsequenzen nach sich zieht. 


Das Zitat zeigt jedoch nur einen Aspekt des Dilemmas auf, in dem Männer heutzutage stecken. 

Das geht noch viel tiefer:


Samstag, 22. Dezember 2012

Neue Leitlinie für "transsexuelle" Menschen?

   
Gemäß des Reports "Kinder, die im falschen Körper leben" von Focus Online wollen einige Sexologen bis April 2013 eine neue Leitlinie für „transsexuelle“ Menschen fertig stellen. Die Sexologen sollen sich darüber einig sein, dass „der Patient“ eine Zeit lang GANZ in der gewünschten Geschlechtsrolle LEBEN MUSS...

Da bin ich ja mal gespannt, was DAS wohl für eine Leitlinie werden wird...


Können die Sexologen denn überhaupt diejenigen MIT dem bsBDS, also jene mit einer Body-Diskrepanz von den ganzen anderen mit einem oder mehreren der zig möglichen anderen Motivationen OHNE bsBDS, also ohne  Body-Diskrepanz unterscheiden?

Also diejenigen MIT dem bsBDS von jenen unterscheiden, die den sogenannten „transsexuellen Weg“ nur als Problemlösungswerkzeug für ihre vielfältigen Probleme benutzen oder von Männern, die den sog. „transsexuellen Weg“ für ihre Emanzipation von der sozialen männlichen Geschlechtsrolle missbrauchen... - von Männern also z. B., die auf einem Selbstverwirklichungstrip sind?

Bisher konnten die Sexologen es ja auch nicht wirklich unterscheiden. ALLE sind - im Sinne der Sexologen - doch ohnehin geschlechtsidentitätsgestört - also psychisch krank, egal, was für eine Bezeichnung das letztlich bekommt. Warum sollten die Sexologen es jetzt auf einmal differenzieren können? 

Oder wissen die Sexologen mehr und handelten und handeln nur nicht entsprechend? 

Menschen, die das bsBDS haben, die das Crepe fühlen, die mit gar nicht so geringer Wahrscheinlichkeit auf einer oder mehrerer Varianten des Disorders of sexual Developement (DSD – siehe englische Wikipedia) - oder auch auf Deutsch: Junge oder Mädchen? Störungen der Geschlechtsentwicklung (DSD) - basiert, sind also geschlechtsIDENTITÄTSGESTÖRT (siehe ICD 10, Version 2013, F64.0 Transsexualität)?
Sie haben also eine psychische Störung, weil der gesamte Körper nicht dem entspricht, was das Gehirn erwartet (zu FÜHLEN)?

Warum haben die Sexologen eigentlich ein Problem damit, hier eine offensichtlich körperlich bedingte Ursache zu sehen, die einen extremen und daher auf jeden Fall medizinisch behandlungswürdigen - gesamtkörperlich fühlbaren - Leidensdruck erzeugt?


Sonntag, 11. November 2012

Die NEUEN "transsexuellen" Menschen

   
Faszinierend... - und erschreckend...


Faszinierend, wie sich doch Geschlecht (hier ursprünglich gesamtkörperlich gemeint, dann von bestimmten Leuten reduziert auf das Genital) für nicht wenige - wie es scheint sogar für die überwiegende Mehrheit der Betroffenen - immer wieder an der sozialen Geschlechtsrolle orientiert.

Das bedeutet für mich im Umkehrschluss: würden diese betroffenen Menschen in eine andere Gesellschaft wechseln, in der es hinsichtlich der sozialen Geschlechtsrollen z. B. anders herum wäre als in unserer, hätten die betreffenden Menschen dort gar kein Problem mehr mit ihrem Geschlecht (hier reduziert auf das Genital), weil sie kein Problem mehr mit ihrer Geschlechtsrolle hätten.

Ein gesamtkörperliches Problem, eine gesamtkörperliche Diskrepanz (wir nannten es im Jahre 2007 das bsBDS) besteht bei diesen Betroffenen offensichtlich gar nicht. Wenn somatische Maßnahmen angestrebt werden, dann nicht, weil man seinen komplett femininen/maskulinen Körper seiner selbst Willen BRAUCHT, sondern damit man in der angestrebten sozialen Geschlechtsrolle besser LEBEN kann, es geht um das LEBENSGEFÜHL.

Die NEUE „Transsexualität“, die sich ja nun auch schon seit einer Weile immer mehr herauskristallisiert, ist somit ausschließlich ein soziales geschlechtsrollenbasiertes Problem und kein Problem einer gesamtkörperlichen Diskrepanz (Body-Diskrepanz), so, wie es ursprünglich einmal gedacht war.

Somit ist es auch nur logisch, dass das Transsexuellengesetz (TSG) zum Transgendergesetz (TGG) umgeformt wird.

Wo dabei dann jene mit einer Body-Diskrepanz bleiben...?

Donnerstag, 7. Juni 2012

Einmal angenommen... - oder: ein Wunsch für die Zukunft?

 
Jeder Mensch kann das sein, was er will.

Die gesellschaftlichen Geschlechterkonstrukte Mann und Frau gibt es nicht mehr, die Bezeichnungen Mann und Frau entfallen, ebenso der amtliche Personenstand, die Anreden Herr und Frau fallen ebenfalls weg.
Die Personalpronomen er, seiner, ihm, ihn sowie sie, ihrer, ihr sie werden gestrichen.
Man einigt sich auf entspr. Personalpronomen und eine Anrede für alle Menschen gleichermaßen.

Jeder Mensch verhält sich ganz individuell, kann sich voll entfalten wie er ist und weil alle das so machen ist das für niemanden mehr ungewöhnlich. Es wurde zur Normalität.

Jeder Mensch trägt die Kleidung die er will, malt sich an wie er will, schmückt sich wie er will verhält sich wie er will. Bei der Sexualität verhält sich jeder Mensch wie er es gerade braucht.

Letztlich gibt es nur noch Menschen, die sich aufgrund ihrer Biologie ZUFÄLLIG unterscheiden.


Die Fragen, die "transsexuelle" Menschen sich hierzu stellen könnten, wären folgende:
a) Bleiben mir Probleme unter den vorgenannten Bedingungen?
b) Wenn ja, welche Probleme bleiben mir und warum?


Wie viele Menschen "sind transsexuell", 
weil die gesellschaftlichen Geschlechterkonstrukte 
so existieren, wie wir sie heute kennen?


Es gibt ein körperlich spürbares Gefühl, welches zu der Aussage "geboren im falschen Körper" führt.

Dieses körperlich spürbare Gefühl hat aber WEDER mit einer Genital-Identifikations-Störung NOCH mit einer mit dem Genital verbundenen Zuweisung eines Geschlechts und/oder einer Geschlechtsrolle (siehe dazu auch die Ausführungen am Anfang dieses Themas) zu tun.

Es grüßt euch

Keydie



© Keydie Lyn 

Donnerstag, 3. November 2011

Das genitale und das cerebrale Geschlecht passen NICHT IMMER zusammen...

   
Ich freue mich, mit freundlicher Genehmigung von Dr. Georg Pfau, hier folgendes zitieren zu dürfen:
Ab der 10. Woche nach der Zeugung bedarf es wiederum eines hochsensiblen Androgencocktails um dem nun männlichen äußeren Erscheinungsbild die entsprechende Psyche zu verpassen. Testosteron prägt nun die Entwicklung des fötalen Gehirns in Richtung "männlich"! Diese Masculinisierung ist korrekterweise eigentlich eine Defeminisierung.
Auch hier gibt es "Störungen", die Ergebnisse kennen wir: Störungen der sexuellen Identität (Transsexualität), der sexuellen Orientierung (Homosexualität) oder der Geschlechtsrolle.
Es ist also ein Hormoncocktail, dessen Zusammensetzung über die weitere sexuelle Entwicklung des Foetus entscheidet, völlig unabhängig von der Entwicklung der Genitalien. Die Entwicklung des psychosozialen Geschlechtes ist daher ein eigener Entwicklungsschritt, der auch Störungen unterliegen kann.
Weil die geschlechtsdifferenzierte Ausgestaltung der Genitalien und die des Gehirns unterschiedliche Entwicklungsschritte sind, kann es auch vorkommen, dass das genitale Geschlecht und das cerebrale Geschlecht (=Geschlechtsidentität) nicht zusammenpassen. So erklärt sich das Phaenomen der Transsexualität.
***
Es ist heute möglich dieses Theorie zu untermauern. Man kann mit Hormoncocktails homosexuelle Primaten "erzeugen"...
Der Beweis für die Übertragung dieser Erkenntnisse auf den Menschen fehlt indessen, da Experimente dieser Art beim Menschen aus ethischen Gründen nicht möglich sind. Das heisst aber nicht, dass es ihn nicht gibt. Die Indizien für den Wahrheitsbeweis dieser Theorie mehren sich aber...



Die übrigen Ausführungen des verlinkten Berichtes von Dr. Pfau sind auch sehr interessant.
 
Es ist eben nicht alles gleich krank, nur weil es nicht dem entspricht, was die Gesellschaft sich als Norm auserkoren hat. 

Freitag, 28. Oktober 2011

Rechts(he-)RumDenker (RRD), Links(he-)RumDenker (LRD)


Eine Bekannte von mir hat erkannt, dass es offensichtlich 2 Hauptvarianten gibt, in denen Menschen denken und sich dazu entsprechend verhalten. 

Diese Varianten benannte sie, um ihnen erst einmal Namen zu geben, wie folgt:

  • RRD = Rechts(he-)RumDenker
  • LRD = Links(he-)RumDenker


Definition RRD:

Starres Weltbild, daher Angst vor Veränderungen, neue Komponenten müssen verändert oder negiert werden.
Extrem ausgedrückt: Die Wahrheit wird verändert, bis sie passt und dann wird die veränderte Information gespeichert, oder die Information wird brüsk abgelehnt.
Daher ist es den RRD auch möglich im Brustton der Überzeugung Dinge zu behaupten, die sogar objektiv falsch sein müssen.
Um das zu erkennen, müssten sie aber kontextuell denken, also das tun, wozu ihr Gehirn nicht geeignet ist.

Das allergrößte Problem bei RRD ist:
  1. Man kann einem RRD nicht erklären, dass er RRD ist, weil er RRD ist.
  2. Man kann einem RRD nicht erklären, wo er sich selbst widerspricht, weil er RRD ist.


Definition LRD:

Erweiterbares Weltbild, neue Komponenten werden einsortiert und das Weltbild gegebenenfalls angepasst.



Die Definition beider ist aber noch nicht abgeschlossen. Man lernt ja nie aus bzw. immer hinzu...

Zudem wird diese Bekannte u. a. auch ein Buch über dieses Thema verfassen und die Copyrights liegen bei ihr. Ich verwende das hier mit ihrer ausdrücklichen Genehmigung.


Warum ich das hier poste? RRD laufen einem immer wieder über den Weg und ihre Denkweise kann einen LRD schier zum Verzweifeln bringen. 


In den Kommentaren zu meinem Post Krank durch fehlerhafte Hormontherapie von Anonym kann man ganz gut die Denk- und Vorgehensweise eines Menschen mit Rechts(he-)RumDenke erkennen.

Speziell zu der Argumentationsweise in den Kommentaren von Anonym zu meinem Post Krank durch fehlerhafte Hormontherapie bzw. in der Fortsetzung Anonyme Behauptung: "Nun bist du krank und trotzdem keine Frau." kann noch folgendes zum RRD ergänzt bzw. erwähnt werden:
  1. Der Vereinfachungswahn, also die Scheu vor der Erfassung der Komplexität.
  2. Der damit einhergehende Zwang, die Abarbeitung von Denkvorgängen EINFACHEN, oft Binärbaum-Folgenden Regeln, folgen zu lassen.
  3. Eine Ablehnung von Informationen schützt vor der Differenzierungspflicht und Offenbarung der Unwissenheit.
  4. Respektlosigkeit gegenüber den Gefühlen anderer, Respekt nur vor Leistungen, nicht vor Menschen.
  5. Daraus resultierende Geringschätzigkeit gegenüber anderen Personen.
  6. Diskussionunswilligkeit bei Widersprüchen.
  7. Das eigene Erleben ist der ultimative Maßstab.

Es grüßt euch

Keydie



© Keydie Lyn 
© meine Bekannte für die Begriffe Rechts(he-)RumDenker (RRD),
    Links(he-)RumDenker (LRD) sowie für die dazugehörigen 
    Definitionen und Erläuterungspunkte (Kontaktaufnahme bitte über mich)

Dienstag, 26. Juli 2011

Wenn die Macht der Liebe...

   
Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, 
erst dann wird die Welt endlich wissen, was Frieden heißt.


Jimi Hendrix   
 * 27. 11. 1942 - Seattle, Washington    † 18. 09. 1970 - London



Ich muss gestehen... - als ich diese Zeilen von Jimi Hendrix las, bekam ich Tränen in meine Augen - so schön und ergreifend empfinde ich sie.


Es grüßt euch

Keydie

Freitag, 10. Juni 2011

Toleranz... - "Dulden heißt beleidigen"

   
Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein; sie muß zur Anerkennung führen. 

Dulden heißt beleidigen.


Johann Wolfgang von Goethe   
 * 28. 08. 1749 - Frankfurt am Main    † 22. 03. 1832 - Weimar
 

Ergänzung:
Das Wort Anerkennung ist aber auch nicht wirklich der große Wurf.
Wikipedia: Anerkennung

Ich brauche also eine Erlaubnis? Ist das dann nicht wie eine Duldung?


Warum können wir Menschen, die nicht so sind wie wir selbst, die sich z. B. aufgrund ihrer Gesinnung einer Gruppierung angeschlossen haben, die unseren Wünschen, Interessen usw. nicht entspricht, nicht einfach so annehmen wie sie sind - offen und frei, ohne Vorurteile?

Das sollte immer der erste Schritt sein, finde ich. Sofern man dann nicht miteinander auskommen kann, kann man sich immer noch aus dem Weg gehen - neutral... - ohne den/die Andere/n dann gleich wieder nieder zu machen oder zu verurteilen. 

Muss ich Menschen, die nicht so sind wie ich, hassen weil sie anders sind als ich? Nein!
Muss ich vor Menschen, die nicht so sind wie ich, Angst haben, weil sie anders sind als ich? Nein!


Man stelle sich vor: Es gibt ganz viele Menschen, die nicht so sind wie wir selbst, die anders leben, anders denken, anders handeln, anders fühlen usw.
Im Grunde genommen trifft das doch auf jeden Menschen zu.


Jede/r sollte seine Energie lieber für positive, konstruktive Dinge verwenden anstatt sie für Ekel und Haß oder abwertende, negative Gedanken für andere Menschen oder Dinge zu verschwenden. 


Es grüßt euch

Keydie



© Keydie Lyn

Donnerstag, 9. Juni 2011

Schöne Menschen...


Schöne Menschen sind für mich Menschen die frei sind von Hass, Neid und Intoleranz

Lasst uns unsere Gemeinsamkeiten suchen, nicht immer nur die Unterschiede!

Verfasst von Sabine E.

Es grüßt euch

Keydie



© Sabine E.

Montag, 6. Juni 2011

Warum ist es schöner eine Frau zu sein...?

   
Diese Frage wird hier und da mal gestellt.


Für manche ist die Frage auch ganz schnell beantwortet.

Es geht oft nur um Lifestyle - also weil eine Frau bestimmte schöne Kleidung zu bestimmten Anlässen tragen kann, weil eine Frau bei hohen Außentemperaturen leichte Kleidung im Büro tragen kann und Männer i.d.R. in Hosen zur Arbeit kommen müssen, weil eine Frau sich an der Bar einen Drink ausgeben lassen kann, weil eine Frau leichter etwas bekommt, wenn sie nur mit den Augen klimpert usw. usw. usw.

Das ist mir aber alles zu oberflächlich und trifft für mich auch nicht den Kern.

Für mich ist es "schöner" eine Frau zu sein, weil...

  • ich zufällig eine Frau bin...
  • sich mein Körper endlich weitestgehend richtig anfühlt und nicht weitestgehend falsch...
  • es mich glücklich macht, dass sich mein Körper weitestgehend richtig anfühlt...
  • es mich glücklich macht nach so langer Zeit endlich ICH sein zu können - ohne irgendwelche Rollen spielen zu müssen...
  • meine Erkrankung mein Leben derart einschränkt, dass ich mein Leben überhaupt nur noch ertragen kann, weil es mich glücklich macht die richtige Körperlichkeit zu fühlen und ich einfach nur ICH sein kann...
  • alles andere - ausgenommen der richtigen Körperlichkeit, ich selbst sein zu können und dem Glück, das für mich damit verbunden ist - mir rein gar nichts helfen würde, wenn meine Gesundheit derart angeschlagen ist, dass ich kaum noch am Leben teilhaben kann. 

Ich frage mich, was es schön macht eine Frau zu sein, wenn der ganze Lifestyle-Kram entfällt?

Angenommen, jemand, der es aus Lifestyle-Gründen schön findet eine Frau zu sein, würde schwer erkranken... - ggf. so schwer, dass dieser Mensch fast nur noch im Bett liegen könnte, vielleicht sogar pflegebedürftig ist... - was wäre dann? 

Was würde dieser Mensch dann schreiben was es schöner macht eine Frau zu sein?


Es grüßt euch


Keydie



©
Keydie Lyn

Sonntag, 29. Mai 2011

Heute ist wieder Trauriges passiert...

   
Verfasst am Samstag, den 15. August 2009

von Anna W.

heute ist wieder trauriges passiert. Ich lag virhin im Bett, und auf einmal überfiel mich das, was man so "Geilheit" nennt. Das soll jetzt nicht primitiv klingen, aber es soll illustrieren, was passiert. Ich habe noch innere Gefühle, auch wenn die selten zutage treten. Ich habe mich in dem Moment an Deine Worte erinnert, ich habe so etwas wie einen Zyklus. Vielleicht ist heute so ein Zyklustag.

Ich habe es dann nochmal probiert. Den starken Vibrator, den ich habe, rausgeholt – ich habe mittlerweile Angst vor diesem Ding – und noch so ein anderes superstarkes "Massagegerät" aus den 50er Jahren. Marina heißt dieses Produkt. Ich habe beide benutzt, und – nichts passiert. es ist ein totes Loch, was dieser Verbrecher gemacht hat, und an dieser sogenannten Penisspitze, die ich noch habe, spüre ich auch nichts, außer einem wundartigen Gefühl.
es dringt nichts von außen nach inne, kein Gefühl, keine Nerven, und die innere erregung war dann auch weg. Es ist so, als habe ich die Erregung immer im Schwellkörper und durch die Errektion gehabt,. Aber das ist dich Unsinn, denn ich wollte dieses Gefühl nie. Es ist einfach so, daß ich ncihts spüre bei äußerer Manipulation, und daß diese Art von Erregung – über den Schwellkörper, die einzige Errinerung ist, die ich an einen Orgasmus habe.

Ich bin so unglücklch, Was hat dieser Verbrecher mit mir gemacht. Was hat dieser Dreckskerl angerichtet. Die Hoffnung, daß Dr. Suporn das reparieren kann, ist das einzige, was mich am leben erhält. Kann er das, wenn ich diese innere Erregung noch verspüre? Ich habe in diesen sogenannten "Strängen", die dieser Dr. Sch. operiert, Erregung. Es ist auf jeden Fall was da, was anschwillt.

Wenn ich dann aber äußerlich manipuliere, verschwindet alles. Wie ein totes Loch. Toter geht's nicht mehr. Mein ganzer Körper vibriert durch diese Vibrationen, aber an Sexualität passiert nichts. Warum bestraft diese Verbrecher niemand? Hätte ich doch auf Dich gehört, hätte ich doch.

Bitte sag mir, daß ich Hoffnung haben kann. Bitte. XX. ich weine gerade, wo ich Dir das schreibe. Bitte. Ich strecke Deine Hand zu Dir aus, wie ein Mensch, der bettelt. Bitte nimm sie und sage mir, daß es berechtigte Hoffnung gibt. Ich sehe gerade nciht mehr, was ich schreibe, weil meine Augen voll mit Tränen sind. Dieser Mensch hat mich verstümmelt. Und er ist auch noch stolz darauf, dieser Dreckskerl.

Du darfst alles, was ich Dir schreibe, egal, was es ist, veröffentlichen, wo immer Du willst. Du brauchst mich nicht zu fragen. Wenn mein Schmerz anderen eine Warnung sein kann, dann soll sie es sein. Dann hat mein Leiden wenigstens diesen einen Sinn. Andere Menschen davor bewahren, daß ihnen das gleiche widerfährt.

Liebe XX, noch eine Erkenntnis:
Ich bin weiter von dem Gefühl eines weiblichen Genitals entfernt als jemals zuvor in meinem Leben. Früher hatte ich einen Penis, und könnte mir im Kopf ein weibliches Genital wenigstens imaginieren. Jetzt habe ich immer noch einen Penis, aber einen verstümmelten. Die Möglichkeit mir ein weibliches Genital im Kopf vorzustellen ist nun zunichte gemacht, denn sobald ich dies tue, dringt die Tatsache dieser schrecklichen Verstümmelung in mein Bewußtsein, und die Erkenntnis der Tatsache, daß ich niemals ein weibliches Genital haben werde. Dies tut so weh, daß ich das dann ausblenden muß aus meiner Vorstellung. Ich bin also aus dem Zustand der Hoffnung und der Vorstellung in einen Zustand des Nichts geraten, in dem nichts mehr geht, und in dem ich den anatomischen Ort, an dem mein Genital sein sollte, aus meinem Bewußtsein auszublenden gezwungen bin.

Wenn ich gehe, kommst Du dann auf meine Trauerfeier?


Angeschrieben hatte Anna eine gemeinsame Freundin, die mir diesen Text mit Einverständnis von Anna überließ, damit ich ihn hier posten kann.


Es grüßt euch traurig


Keydie



© Anna W.

Wie fühlt sich eine Penile Inversion (PI) an?

   
Verfasst am Sonntag, den 29. Mai 2011

von Anna W.

Eine Penile Inversion fühlt sich mit Sicherheit nicht wie eine normal gewachsene Vulva an. Ich bin der festen Überzeugung, daß in meinem Gehirn einprogrammiert ist, daß ich weiß, wie sich eine normale Vulva anfühlt. Dieses normale Gefüfhl konnte ich, als ich noch einen Penis hatte, zumindest in der Phantasie imaginieren.

Dies ist mir nun, da an mir eine Penile Inversion vorgenommen wurde, verunmöglicht. Erst einmal dadurch, daß die Nerven überhaupt zerstört sind, die für mein sexuelles Empfinden zuständig waren, zum zweiten dadurch, daß eine Imagination überhaupt nicht mehr möglich ist. Ich mag gar nicht daran denken, wie es da unten an meinem Körper aussieht, ich ekele mich davor, ekele mich vor dieser Verstümmelung.
Alles, was ich nun da unten fühle, habe ich schon im Moment des Aufwachens aus der Narkose gefühlt. Nichts stimmt, nichts ist so, wie es sein sollte.

Wie fühlt es sich an?

Das erste Gefühl, was überhaupt in den Vordergrund meines Bewußtseins tritt, ist, als habe man mir dort unten einen Rammbock hineingerammt. Als würde etwas mit Gewalt in mir hineingestoßen worden sein. Es ist nicht ein weiches Loch mit einer Vulva, welche empfindungsfähig ist, sondern ein Gefühl des Nichts-paßt-zusammen, etwas, was unter ständiger Spannung steht. Es fühlt sich nach Gewalt an, nicht nach Harmonie, natürlich gewachsenem.

Ein Loch, welches zu kurz ist und nicht verwendbar ist für den Coitus. Ein Rest einer Glans Penis als angebliche Klitoris. Eine Klitoris, welche niemals eine sein kann. Denn ich als B-Frau *** habe den Penis nicht so empfunden wie ein cerebral geborener Mann. Für einen Mann bedeutet die Glans offenbar alles. Für mich war die Glans ohne jede Bedeutung, ohne Empfindungsfähigkeit. Mein erregbarer Punkt, den hatte mein Gehirn woanders gesucht. Es war auch ein Punkt, nicht mehr. Er war vorne an der rechten Seite des Penisschaftes. Und diesen hat der verbrecheriche Chirurg, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, einfach weggeschnitten. In den Mülleimer, einfach weg. Stattdessen war ihm die Glans ja das Heiligtum seiner „Kunst“.

Er ist ein Mann. Diese, die Glans, habe ich nun vorne, freiligend, völlig ohne Funkionalität. Sie tut einfach nur weh, so daß mich niemand dort anfassen darf. Das ganze fühlt sich überhaupt an wie ein Penis, immer noch, wie ein amputierter Penis, an dem die emfindsamen Stellen weggeworfen wurden, der Stil mit der Glans jedoch eingenäht worden ist. Stil. Ja. diesen hat dieser Mensch als sogenannte „Stränge“ unter den „Venusügel“ einmontiert. Es fühlt sich furchtbar an. Es gehört dort nicht hin. Ich bin doch kein „Material“, welches man nach Lust und Laune wie bei einem Legokasten verbauen darf.
Ein Penis, welcher wehtut, verstümmelt ist, und falsch wieder eingebaut ist also.
Zu guter Letzt noch die sogenannten inneren Labien, welcher der Mensch in einem dilettantischen Versuch rekonstruieren wollte. Sie tun weh, schwellen ständig an. Jeden Tag, jede Stunde empfinde ich dort Schmerzen.

Was ich habe, hat nichts mit einer Vulva zu tun, sondern muß als verstümmelter Penis bezeichnet werden. Der immer weh tut.
Das war die dümmste Entscheidung meines Lebens. Zu einem deutschen Chirurgen zu gehen und dort eine Penile Inversion vornehmen zu lassen. Wer das tut, ist tot.

Das fühlte ich bereits, als ich aus der Narkose erwachte.

*** B-Frau: Eine Frau, die in einem Männerkörper geboren wurde, die aber einen komplett weiblichen Körper 
     braucht, weil ihr weibliches Gehirn danach verlangt. 


Angeschrieben hatte Anna eine gemeinsame Freundin, die mir diesen Text mit Einverständnis von Anna überließ, damit ich ihn hier posten kann.


Es grüßt euch traurig


Keydie



© Anna W.

Sonntag, 24. April 2011

Meinungen führen in die Irre

  
Deine Meinungen führen dich in die Irre und hindern dich, die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind. 
Sie sind Illusionen, die du durchschauen musst, bevor du die Wahrheit siehst.

Dies soll Buddha gesagt haben... - und selbst wenn nicht... - ich finde es sehr weise...

Von daher:
Sagt gern eure Meinung... - aber verteidigt sie nicht als die Wahrheit...


Es grüßt euch

Keydie



© Keydie Lyn

Samstag, 19. März 2011

Meinen, Glauben, Wissen

  
Das, was in der Gesellschaft das Handeln der Menschen leitet ist oft genug nicht das Wissen, sondern lediglich eine Meinung oder ein Glaube.

Und gerade an Meinung und Glaube wird oft genug beharrlich festgehalten.

Wozu
  1. sich, 
  2. seine Meinung, 
  3. seinen Glauben 
hinterfragen?

Es ist schon erstaunlich: Meist kein fundiertes Wissen, oft nicht einmal den Ansatz einer Ahnung haben... - aber eine feste Meinung dazu, an der dann auch noch "auf Teufel komm raus" festgehalten wird.

Leider begegnen einem in der Gesellschaft zu viele Menschen die dergestalt handeln.

Da verwundert es nicht, dass sich das, was in der Gesellschaft tägliche Anwendung findet, auch in der Trans-Szene wiederfindet.

Definition Dafürhalten

  1. Meinen, ist ein unbegründetes Dafürhalten das zum Handeln unzureichend ist. 
  2. Glauben, ist ein unbegründetes Dafürhalten das zum Handeln hinreichend ist. 
  3. Wissen, ist ein begründetes Dafürhalten das zum Handeln hinreichend ist.

Doch... - ich habe auch einen Glauben. Aber ich renne dem nicht blind hinterher sondern wage auch zu zweifeln und zu hinterfragen.


Es grüßt euch

Keydie



© Keydie Lyn